Ich verkaufe meinen Garten in Hannover

Freitag, April 12th, 2013 1 Kommentar

Werte Leser

mal etwas in eigener Sache.

So ein Kleingarten ist etwas feines. Ein Refugium der Ruhe und idealer Rückzugsort vom Stress des Alltags.

Leider lebe ich mittlerweile eine ganze Ecke weiter weg und habe nicht mehr die nötige Zeit um mich um dieses kleine Schmuckstück richtig zu kümmern. Das ist sehr schade.

Deswegen habe ich mich entschlossen den Garten zu veräußern.

Der Garten befindet sich in der Kleingartenkolonie List e.V. am Lister Bad in Hannover
Koordinaten:
Breite: 52.40794726   Länge: 9.7489728  Höhe: 41m
Adresse in der Kolonie ist Thielenkamp 2 und ist ca. 530 m² gross.

Um näheres über den Garten zu erfahren, einen Termin zur Besichtigung ab zu machen
UND natürlich auch etwas über meine preisliche Vorstellung
kontaktiert mich bitte unter der Telefonnummer oder der email die im Impressum zu finden ist.

Jetzt gibts natürlich auch noch was für die Augen (weitere Bilder, auch größer per mail)

Sicht in den Garten

sichtindengarten

Teich

teich

Gartenweg 2

gartenweg1

Gartenweg 1

gartenweg2

Kirschbaum

kirschbaum

 

 

 

 

Gerätehäuschen

schuppen

Gartenlaube

 

laube

 

Desertifikation

Montag, Dezember 20th, 2010 Kein Kommentar

Desertifikation oder fortschreitende Wüstenbildung bezeichnet die Verschlechterung des Bodens in relativ trockenen (ariden, semiariden und trocken sub-humiden) Gebieten, die durch unterschiedliche Faktoren einschließlich Klimawandel und menschlicher Aktivitäten herbeigeführt wird.[Wikipedia]

Namibia hat sie, Lybien hat sie, Ägypten hat sie auch, Argentinien hat sie, Nevada hat sie besonders und selbst China hat sie. Und wer hätte es gedacht, auch Deutschland hat sie. Allerdings leidet es hier eher an Mangel in den Servicedienstleistungen. (Oder am Sachverstand gewisser Leute)
Die Servicewüste Deutschland.

Eine gute Freundin, der neuen Techniken sehr aufgeschlossen, aber ansonsten doch eher der nutzende Consumer, hat sich vor gut 4 Jahren einen DVD-Festplatten Recorder einer namhaften Firma gekauft.
Das Teil tat auch relativ gut seinen Dienst, bis … Die Aufnahmefunktion auf die Festplatte meldete dieselbe als voll und belegt. Soll bei Festplatten, auch mit 160GB Kapazität, wohl mal vorkommen. Die gute Freundin wollte Platz schaffen und wählte sich durch die Menüs um alte Filme zu löschen.
Welch Überraschung, das Inhaltsverzeichnis der Aufzeichnungen war leer. Keine müde Ratze wahr zu finden. Aufzeichnen wollte das Gerät aber immer noch nicht.
Meine Freundin schaffte das Gerät also zu einem, dem ursprünglichen Lieferaten angeschlossenen, Serviceunternehmen.
In diesem Unternehmen erklärten sie der Kundin, daß es wohl eine Weile dauern würde bis man sich diesem Problem annehmen könne. Viel zu tun, wenig Mitarbeiter, wir kennen diese Aussagen zur Genüge.
Das sei alles kein Problem, erwiederte meine Freundin, da sie eh beschlossen habe, der Eiseskälte in Deutschland für ein paar Wochen zu entfliehen.
Drei Wochen später.
Anruf bei besagtem Serviceunternehmen ob sich denn schon etwas getan habe.
Sie bedauerten es ausserordentlich, aber man sei bei dem Gerät auf tiefgreifende Probleme gestossen und müsse nun auf einen auswärtigen Fachmann zurück greifen.
Meine Freundin harrte der Dinge die da kommen würden.
Einige Zeit später eine Nachricht. Der Fachmann habe das Gerät untersucht. “So einen Fehler hätte man bisher noch nicht gehabt.” Anbei war ein Kostenvoranschlag. Austausch der Festplatte und Aufspielen neuer Systemsoftware. Kostenpunkt 170 Euro. Und für die Untersuchung stellte man weitere 30 Euro in Rechnung.
Meine Freundin nahms und wollte sich die ganze Sache überlegen. Zumal ein Angebot eines größeren Discounters über ein neueres Gerät dieser Klasse, für knapp 20 Euro mehr als die Reparaturkosten, in den nächsten Tagen in Aussicht stand.
Nun begab es sich, daß ich kürzlich mit meiner Freundin zusammentraf und sie mir ihr Leid bezüglich des dahin geschiedenen Recorders klagte. Und, mit einem Augenaufschlag, ich kenne mich doch mit Technik aus, ob ich denn nochmal einen Blick auf den Verblichenen werfen wolle.
Nun, muss ich zugeben, bin ich in technischen Dingen zwar durchaus begabt und baue auch Computer selber, aber von Consumerelektronik habe ich bisher immer erfolgreich die Finger gelassen.
Aber wer kann der liebevoll vorgetragenen Bitte einer guten Freundin widerstehen.
Diverses Rüstzeug unter dem Arm schlug ich dort auf und schaute mir das corpus delicti genauer an.
Halt der übliche Inhalt. Diverse hochintergrierte Bauteile, die in dem grossen Gehäuse etwas verloren wirkten, ein DVD Laufwerk und eine Festplatte welche in jedem normalen Computer verbaut waren.
Die Platte war schnell ausgebaut und an den Laptop angeschlossen. Ich habe zwar keine Inhalte gesehen aber der Typ und die Größe wurden noch angezeigt. Hier sollte man die Hoffnung nicht allzuschnell fahren lassen.
Gott sei es getrommelt und gepfiffen gibt es das große weite Internet. Und ich war guter Dinge daß der Fehler vielleicht schon anderen Menschen aufgefallen war.
Nun ja leider war dem nicht so. Aber… ich fand einen interessanten Artikel über eben selbiges Gerät der sich zwar um etwas gänzlich anderes handelte, mich aber zumindest in punkto Festplatte doch weiter brachte.
Das Gerät konnte Festplatten eigenständig formatieren. Da die vormals gespeicherten Inhalte eh verloren waren, konnte es nur besser werden.
Gesagt getan, der Recorder rödelte eine kurze Weile vor sich hin, bekam einen Schluckauf und bootete neu.
Und wer sagt es. Der Recorder erinnerte sich wieder an seine ursprüngliche Aufgabe, nämlich Filme aufzuzeichnen und diese sogar wieder heraus zu geben.
Eitel Freude machte sich breit ob der gesparten Euros. Und im Anschluss eine wilde Wut über die kolossale Inkompetenz gewisser “Fachleute”.
Alles in allem hatte diese Prozedur inklusive der Internetsuche durch mich “Nichtfachmann” wohl zwei Stunden gedauert. Bei einem sicher angemessenen Stundenlohn von sagen wir mal 25 Euro, wären somit 50 Euro für den Kunden angefallen. Besagte Festplatte gibt es im Internet ausserdem noch für gut 62 Euro (Brutto).
Ein Schelm wer Böses bei dem o.g. Preis denkt.
Ich freute mich ein Gerät der endgültigen Entsorgung entrissen zu haben.
An allen Ecken wird uns vorgeworfen nur eine Konsumergesellschaft zu sein. Allzuschnell altes verbrauchtes gegen Neues einzutauschen.
Ich will nicht wissen wieviele gute und vormals teure Geräte auf diese Weise den Weg alles Endlichen gehen. Nur weil Inkompetenz und überteuerte Reparaturen, in technischen Dingen unerfahrenen Bürgern, schon keine Wahl mehr lassen als neu zu kaufen.
Da ergeht sich unsere Regierung in immer weiter ausufenden Gesetzen und Verordnungen zum elektronischen Abfallproblem. Es wäre ein leichtes der Industrie vorzuschreiben das alle Geräte die von normalen, nicht technisch geschulten, Bürgern bedient werden, ab sofort modular aufgebaut werden.
Des weiteren ist es dem Bürger zu ermöglichen sein Gerät mit standartisierten Prüfmethoden selbst im Laden zu testen. Fehlerhafte Bauteile können vor Ort durch entsprechend vorgehaltene Ersatzteile schnell und günstig ersetzt werden. Und… sogenannte Fachverkäufer habe entsprechende Qualifikationen zu erwerben, damit sie dem Käufer technisch sinnvolle Auskünfte und Hilfestellung anbieten können. Diese Qualifikationen sind in regelmässigen Abständen zu erneuern.
Ok diese Idee stammt nicht von mir. Sie ist geklaut aus dem Roman Ökotopia von Ernest Callenbach. Aber durchaus dazu gedacht, daß ökologisches Bewustsein in keinster Weise einer technologischen Höherentwicklung einer Gesellschaft entgegen steht.
Hier besteht durchaus Wachstumspotential für eine erneuerbare Wirtschaft. Die Industrie täte gut daran, hierüber mal nachzudenken. Denn Recourcen sind endlich, wie wir ja langsam erkennen.
Sicher wird es ein paar arbeitslose “Fachverkäufer” geben. Aber es steht ja jedem frei sich entsprechend zu qualifizieren. Oder in Zukunft nur noch das zu tun was sie vielleicht besser können. Nämlich Fächer einräumen.
Bei entsprechend gekürztem Gehalt natürlich.

WikiLeaks, die Rache und die Verführten

Freitag, Dezember 10th, 2010 1 Kommentar

Niederländische Polizei verhaftet 16 jährigen
Spiegel online 10.12.2010
Da haben Sie einen erwischt. Jetzt weiß ich nicht wen ich mehr bedauern soll. Die Niederländische Polizei ob dieses kleinen Herings, oder den 16 jährigen weil er wohl nicht wußte was er tat.
Einige Aktivisten im World wide Web haben in den letzten Tagen Angriffe auf diverse weltweit operierende Kredit- und Zahlungsanweisungsfirmen gefahren.Namentlich wurden u.a. MasterCard, Visa, Paypal und einige Andere genannt. Der Grund? Als wenn manche Leute einen Grund bräuchten.
Spendenzahlungen an WikiLeaks würden nicht weiter geleitet.
Nun kann man einerseits argumentieren, warum kommen diese Firmen ihren Aufträgen nicht nach und leiten diese Zahlungen mit denen sie beauftragt wurden nicht weiter. Sie hatten einen Auftrag und haben ihn nicht erfüllt.
Als wäre das nicht schon Grund genug für schlechte Presse. Marketing mässig ein totaler Flop. Darüber hinaus entschuldigten sie diese Aktionen mit fadenscheinigen Gründen, nach dem sich WikiLeaks nicht an die allgemeinen Geschäftsbedingungen gehalten hätte. Autsch, dümmer gehts nicht.
Man mag über WikiLeaks denken was man will, aber das eine Firma deshalb ihren ureigensten Aufgaben nicht nachkommt, nämlich Geld von A nach B zu transportieren, ist nicht hinnehmbar.
Dann muss ich auch als normaler Kunde befürchten, eines Tages wegen an den Haaren herbeigezogenen Gründen, keine Geschäfte mehr über diese Firmen tätigen zu können.
Was dann folgte ist allerdings auch keine vernüftige Antwort auf das Problem.
“Netzaktivisten” fuhren DDOS Angriffe auf die benannten Firmen und legten die Webseiten und wohl auch teilweise ihre Geschäfte zeitweise lahm.
DDOS Angriffe sind in den meisten Ländern dieser Erde strafbar. Aus gutem Grund.
Es ist kein Mittel einer demokratischen Meinungsäusserung. Ich möchte es nicht einmal mit einer Sitzblockade vor einer großen Bank vergleichen.
Und nun haben sie einen erwischt. Einen 16 jährigen der es wohl einfach nur “cool” fand “action” zu machen.
Man wird ihm das Fell über die Ohren ziehen. Seinen Computer samt Daten ist er ja schon los geworden. Einkassiert von Ordnungsbehörden als Beweismittel. Allein das wäre für einen 16 jährigen wohl schon Strafe genug. Aber ich schätze die geschädigten Firmen werden sich auf ihn stürzen wie die Geier und ihn mit absurd hohen Schadensersatzklagen überschütten.
Für einen 16 jährigen ist wohl gerade eine Welt zusammen gebrochen. Viele Menschen in dem Alter meinen alles gehört jedem und ausser “cool” sein ist nichts wichtig. Dieser “Jugendsozialismus” ist weit verbreitet und ansich auch nichts schlimmes. Man soll sich austesten und seine Grenzen kennen lernen.
Eine Grenze hat er jetzt zumindest gefunden.
Was ich an dieser Aktion der DDOS Angriffe verwerflich finde. Diese Aktionen werden aus einer anonymen Masse heraus gefahren. Aus der gleichen Masse die vorher lautstark für die allumfassende Wahrheit gekämpft hat. Die Masse die jetzt zu feige ist ein Gesicht zu zeigen.
Weil sie wissen das ihr Tun kriminell ist.
Und die andere, die diese ganzen Fakten überhaupt nicht in einen Zusammenhang bringen können, mit ins Verderben reissen.
Denn wer aus dieser anonymen Masse wird diesem 16 jährigen vor Gericht beistehen.
Wer wird ihn mit Spenden unterstützen damit er sich einen guten Anwalt leisten kann.
Nur weil er einmal etwas unternommen hat, was für ihn einfach nur “cool” war.

Wenn ihr Aktivisten wirklich so tolle Leute seid, dann zeigt euer Gesicht. Stellt euch der Wahrheit die Ihr so lautstark propagiert. Und zeigt das ihr die Funktion dieser Welt wirklich begriffen habt.
Dann kann ich euch vielleicht ein wenig Ernst nehmen.
Ansonsten seid ihr nichts weiter als kleine dumme Cyberterroristen.

Denn ihr wisst nicht im geringsten was und warum ihr es tut.

WikiLeaks und der Glaube an Utopia

Sonntag, Dezember 5th, 2010 6 Kommentar

Ist Julian Assange nun ein Wohltäter oder ein Dummkopf.
Der Glaube daran das die allumfassende Wahrheit das Wohl der Menschheit befördert, bringt gewisse Menschen dazu Dinge zu tun über die man wahrlich den Kopf schütteln kann. Diese Menschen träumen davon das wahre Demokratie herrscht wenn es keine Geheimnisse mehr voreinander gibt. Und sie tun alles dafür damit diese Geheimnisse an den Tag befördert werden. Und nicht nur das, da sie nicht allein sind gibt es Menschen die alles derer sie habhaft werden einsammeln und als die ultimative Wahrheit verkaufen und sie dann öffentlich machen.
Befördert werden diese Gedanken von der abstrusen Idee das es in einer Demokratie keine Geheimnisse mehr vor den Menschen geben darf.
Welch netter humanistischer Gedanke.
Nur haben die Menschen leider vergessen das sie erstens, nicht in wahren Demokratien leben und zweitens, daß die meisten Länder dieser Erde keine wahren Demokratien haben. Schon die alten Griechen selbst waren davon überzeugt das eine wahre Demokratie garnicht funktioniert.
Die wahre Welt ist derzeit eine ausgeklügelte Maschine die sich in einem viel zu labilen Gleichgewicht befindet. Es ist, als würde jemand einen Besenstiel mit der runden Kuppe nach oben auf dem finger ballancieren. Und auf dieser runden Kuppe liegt die Erde wie eine Murmel. Jeder Stoss befördert die Murmel unweigerlich von der Kuppe.
Ein kluger Mensch hat einmal behauptet “es ist nicht alles Gold was glänzt”.
Und so ist auf dieser Welt fast alles doch eher Katzengold, nett anzuschauen, doch aber weit davon wirkliches Gold zu sein.
Zahlreiche Führer dieser Erde maßen sich an, den wahren Stil gefunden zu haben die Welt ins Paradies zu führen. Unzählige Religionen versuchen ihre Macht über die Massen auszubauen und dabei sind ihnen Menschlichkeit und Nähe absolut abhanden gekommen.
In der Politik und Religion sind Machtspiele bis hin zu fürchterlichen Kriegen ein probates Mittel Ziele Einzelner durchzusetzen.
Und in dieses Glashaus namens Erde auf der Spitze unserers Besenstils kommt jemand der meint die Wahrheit, wenn es denn die Wahrheit ist, würde uns ins gesegnete Land führen. Wenn nur alle Menschen alles von allen wüssten, dann würde ein glorreicher Frieden einkehren.
Da gab einen Menschen im Pentagon, schmuggelte geheime Daten heraus. In der Überzeugung etwas gutes für die Welt zu tun.
Ein anderer Mensch lud an seinem Arbeitsplatz das gesamte intene Netz des Auswärtigen Dienstes von Amerika herunter, im Begriff der Welt die Wahrheit zuzuführen. Schon bei seiner eigenen Wahrheit war es dann vorbei. Er tarnte seine CDs als Popmusik.
Andere plaudern wohlfrei direkt aus Koalitionsverhandlungen heraus, was in deutschen Politikerköpfen vorgeht. Als wenn wir das nicht schon alle wüssten.
Sie fühlen sich als Wohltäter an der Menschheit.
Was haben sie tatsächlich getan. Sie haben dem Besenstil des wohlgeratenen Gleichgewichts einen herben Stoss verpasst.
Sicher ist es nicht schön, intern über die ein oder andere Eigenschaft von Politikern herzuziehen. Aber wem wäre geschadet wenn Internes auch Internes geblieben wäre. Nun aber fühlen sich viele Menschen gekränkt, mehr noch in ihrer wie auch immer gearteten Ehre verletzt. Ergehen sich seinerseits nicht unbedingt in der Wahrheitsfindung sondern plustern sich auf und schwingen wilde Drohgebärden.
Natürlich wissen wir was wir auf dieser Welt voneinander zu halten haben. Was die Politiker insgeheim übereinander denken. Was wirre Religionsführer im Schilde führen.
Solange es nur zwischen den Zeilen steht und keiner laut ausspricht ist es gut und keiner fühlt sich gekränkt.
Nun haben viele Menschen ihr Gesicht verloren. In einigen Gegenden dieser Welt ist es das schlimmste was einem Menschen passieren kann. Es liegt in ihrer Kultur. Und sie versuchen mit allen Mitteln ihr Gesicht wieder herzustellen.
Wikileaks hat nämlich etwas grundlegendes vergessen.
In der westlichen Welt, in userem Kulturkreis, mag es noch hingenommen werden. Ein Gesichtsverlust ist nicht wirklich tragisch. Ich wage sogar zu behaupten das die meisten Menschen in diesem Kulturkreis sich nicht einmal das geringste draunter vorstellen können.
In den vorderasiatischen und asiatischen Ländern ist es von essentieller Bedeutung sein Gesicht zu wahren. Das ist so Stil in IHRER Gesellschaft.
Und Wikileaks hat nichts anderes gemacht… das was viele den Vereinigten Staaten von Amerika auch auf anderen Gebieten vorwerfen… als auf moralischen Grundsätzen anderer herum zu trampeln. Im Namen einer wie auch immer gearteten Wahrheitsfindung. Julian Assange ist über seine eigene Erziehung seines eigenen Kulturkreises gestolpert. Und impliziert das alle Menschen die Botschaft gleich verstehen. Das hat schon bei mindestens zwei der großen Religionen dieser Welt nicht funktioniert, warum dann hierbei.
Demokratie ist ein ausgewogenes Verhältnis der Bedürfnisse und Anforderungen Vieler. Demokratie ist eine Willensbildung auch und gerade unter Berücksichtigung einzelner Minderheiten. Nur dann geht die Macht wirklich vom Volke aus.
Wikileaks hat das Machtverhältnis empfindlich gestört. Es berichtet einseitig nur, natürlich absolut neutral (kann jemand absolut neutral sein) was ihr zugetragen wurde.
Dumm ist nur, es existiert kein Gleichgewicht. Es gibt nur die Meinunge der auswärtigen Vertretung der USA über diese Welt. Was ist mit Meinungen aus China, Russland Indien Pakistan Saudi Arabien. Julian Assange würde sich wohl erschrecken.
Diese Welt kann kein Ponyhof sein. Dafür stehen Interessen und Macht auf viel zu konträrer Weise gegeneinander.
Und Wikileaks hat dieser Welt das Gleichgewicht genommen. Ich wage sogar zu behaupten, das es das gründlicher gemacht hat, als es ein einseitiger Atomschlag je hätte tun können.
Man kann über die USA denken was man will. Wer diese Argumente nicht schon längst auswendig herbeten kann kommt mit Sicherheit nicht von dieser Welt. Aber auch andere Staaten haben mehr als eine Leiche im Keller. Auch das ist bekannt. Aber da es alle wissen und niemand darüber spricht ist das Gleichgewicht gewahrt. Jeder hat seine Asse im Ärmel und alle spielen mit gezinkten Karten.
Nun hat Wikileaks sozusagen einen Mitspieler am Tisch dazu gebracht, in diesem unfairen Spiel, als einziger mit Sonnenbrille spielen zu müssen.
Und dieser Mitspieler, auch wenn es schwer zu verkraften ist, war unter anderem ein Garant dafür, das das Gleichgewicht des Schreckens und der Lügen auf dieser Erde einigermassen ausballanciert war.
Diese Ballance ist nun ins Wanken gekommen. Gefährlich.
Kriege sind schon wegen viel weniger ausgebrochen.
Wenn man nur an den Auslöser des Ersten Weltkrieges denkt.
Auch damals wurde durch einen feigen Mord eines Menschen der seine eigene Wahrheit über die Lügen dieser Welt gestellt hatte eine ausgeklügelte Ballance in Europa mit einem Stoss umgeworfen.
Und es hat dazu geführt das unzählige Unschuldige in einem grauenvollen Massaker ihr Leben verloren haben.

Diese Welt ist weit davon entfernt in ein Utopia zu münden. Und ich wage sogar zu behaupten das der Mensch das Utopia garnicht ertragen könnte.
Und bevor Daniel Domscheit-Berg mit seiner Neuauflage beginnt solte er einmal gründlich darüber nachdenken.

Denn gerade behauptet der iranische Präsidentenberater in einem SPON Interview, Spiegel Interview 05.12.2010 ,die USA hätten selbst die Depeschen des auswärtigen Amtes online gestellt um das Verhältnis im Nahen Osten zu destabilisieren. Auch dieser Mensch hat nichts begriffen. Will es auch nicht begreifen weil es in sein kleines Weltbild nicht hinein passt.